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Ist Grausamkeit ein menschlicher Instinkt?

Ist Grausamkeit ein menschlicher Instinkt?


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Ich hatte vor einigen Monaten begonnen, menschliches Verhalten und menschliche Instinkte zu studieren, früher wurde die Frage aufgeworfen, nachdem ich menschliches Verhalten mit Tieren (seiner Beute) gesehen hatte. Tiere jagen ihre Beute zum Fressen, andererseits habe ich Kinder gesehen, die mit Steinen auf Straßenkatzen und -hunde geworfen haben. Auch hier ist die menschliche Herangehensweise an das Leben mehr als nur das Überleben, sie dominiert seine gleichaltrigen Wesen. Kann ich dieses Verhalten der Menschheit als grausam bezeichnen? Wenn ja, ist es instinktiv? Die späte Antwort tut mir sehr leid. Hoffe das klärt die Frage.


Es klingt wie eine philosophische Frage, hat aber auch evolutionäre Wurzeln. Alle Arten sind instinktiv egoistisch, da sie ihre Gene in die nächste Generation übertragen wollen. Fehlverhalten (wie "Grausamkeit") sollten also in Schach gehalten werden, da sie in einer sozialen Spezies wahrscheinlich bestraft werden. Wir haben uns als soziale Spezies entwickelt, die in Familiengruppen lebt, mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass wir wiederholt nahe Familiengruppen treffen. Wenn Sie zu Ihren Nachbarn grausam sind, würden Sie erwarten, dass Sie irgendwann in der Zukunft die Spitzen ihrer Speere treffen. Diese Erwartung zukünftiger Begegnungen mit Nachbarn kann auch Altruismus erklären. Aber es ist ein Gleichgewicht. Wenn Grausamkeit gegenüber deinen Nachbarn in deinem langfristigen egoistischen Interesse liegt, dann würdest du erwarten, dass es instinktiv ist, genauso wie du es vielleicht von Freundlichkeit erwarten würdest. Es geht um verschiedene Strategien, um unsere Gene weiterzuleiten. Als Nebensache zeigen Schimpansen, unsere nahen Verwandten, ihren Nachbarn Gewalt (aber Bonobos, die ebenso nahe sind, sind viel weniger gewalttätig).


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Menschen sind egoistisch. Es ist so einfach zu sagen. Das gleiche gilt für so viele Behauptungen, die folgen. Gier ist gut. Altruismus ist eine Illusion. Zusammenarbeit ist für Sauger. Konkurrenz ist natürlich, Krieg unvermeidlich. Das Böse in der menschlichen Natur ist stärker als das Gute.

Diese Art von Behauptungen spiegeln uralte Annahmen über Emotionen wider. Seit Jahrtausenden betrachten wir die Emotionen als Quelle von Irrationalität, Niedertracht und Sünde. Die Vorstellung von den sieben Todsünden nimmt unsere zerstörerischen Leidenschaften als selbstverständlich hin. Platon verglich die menschliche Seele mit einem Streitwagen: Der Intellekt ist der Fahrer und die Emotionen sind die Pferde. Das Leben ist ein ständiger Kampf, die Emotionen unter Kontrolle zu halten.

Sogar Mitgefühl, die Sorge um das Wohlergehen eines anderen Wesens, wurde mit regelrechtem Spott behandelt. Kant sah darin ein schwaches und fehlgeleitetes Gefühl: „Solches Wohlwollen nennt man Weichheit und sollte bei Menschen überhaupt nicht vorkommen“, sagte er über das Mitleid. Viele fragen sich, ob wahres Mitgefühl überhaupt existiert – oder ob es von Natur aus durch Eigeninteresse motiviert ist.

Neuere Studien über Mitgefühl argumentieren überzeugend für eine andere Sichtweise der menschlichen Natur, die den Vorrang des Eigeninteresses ablehnt. Diese Studien unterstützen eine Sichtweise der Emotionen als rational, funktional und anpassungsfähig – eine Sichtweise, die ihren Ursprung in Darwins Expression of Emotion in Man and Animals hat. Mitgefühl und Wohlwollen, so legt diese Forschung nahe, sind ein weiterentwickelter Teil der menschlichen Natur, verwurzelt in unserem Gehirn und unserer Biologie und bereit, zum Wohle der Allgemeinheit kultiviert zu werden.

Die biologische Grundlage des Mitgefühls

Betrachten Sie zunächst die neuere Studie über die biologische Grundlage des Mitgefühls. Wenn eine solche Basis existiert, sollten wir sozusagen verdrahtet sein, um anderen in Not zu helfen. Jüngste Beweise unterstützen diesen Punkt überzeugend. Der Psychologe der University of Wisconsin, Jack Nitschke, fand in einem Experiment heraus, dass Mütter, wenn sie sich Bilder ihrer Babys ansahen, nicht nur mehr mitfühlende Liebe empfanden als wenn sie andere Babys sahen, sondern auch eine einzigartige Aktivität in einer Region ihres Gehirns zeigten, die mit den positiven Emotionen verbunden ist . Nitschkes Befund legt nahe, dass diese Gehirnregion auf die ersten Objekte unseres Mitgefühls – unsere Nachkommen – eingestellt ist.

Aber dieser mitfühlende Instinkt ist nicht auf das Gehirn der Eltern beschränkt. In einer anderen Reihe von Studien fanden Joshua Greene und Jonathan Cohen von der Princeton University heraus, dass ein ähnliches Netzwerk von Regionen in ihrem Gehirn aufleuchtete, wenn Probanden darüber nachdachten, anderen Schaden zuzufügen. Unsere Kinder und Opfer von Gewalt – zwei sehr unterschiedliche Themen, aber vereint durch die ähnlichen neurologischen Reaktionen, die sie hervorrufen. Diese Konsistenz deutet stark darauf hin, dass Mitgefühl nicht nur eine launische oder irrationale Emotion ist, sondern eine angeborene menschliche Reaktion, die in die Falten unseres Gehirns eingebettet ist.

In einer anderen Studie der Neurowissenschaftler James Rilling und Gregory Berns der Emory University erhielten die Teilnehmer die Möglichkeit, jemand anderem zu helfen, während ihre Gehirnaktivität aufgezeichnet wurde. Anderen zu helfen löste Aktivitäten im Nucleus caudatus und dem vorderen Cingulat aus, Teilen des Gehirns, die sich einschalten, wenn Menschen Belohnungen erhalten oder Freude empfinden. Dies ist eine ziemlich bemerkenswerte Erkenntnis: Anderen zu helfen bringt die gleiche Freude, die wir durch die Befriedigung persönlicher Wünsche haben.

Das Gehirn scheint also darauf eingestellt zu sein, auf das Leiden anderer zu reagieren – tatsächlich fühlen wir uns gut, wenn wir dieses Leiden lindern können. Aber legen auch andere Körperteile eine biologische Grundlage für Mitgefühl nahe?

Es scheint so. Nehmen Sie die lose Verbindung von Drüsen, Organen und Herz-Kreislauf- und Atmungssystemen, die als autonomes Nervensystem (ANS) bekannt sind. Das ANS spielt eine Hauptrolle bei der Regulierung unseres Blutflusses und unserer Atmungsmuster für verschiedene Arten von Aktionen. Wenn wir uns beispielsweise bedroht fühlen, erhöhen sich normalerweise unsere Herz- und Atemfrequenz und bereiten uns darauf vor, uns entweder der Bedrohung zu stellen oder vor ihr zu fliehen – die sogenannte „Kampf-oder-Flucht“-Reaktion. Was ist das ANS-Profil von Mitgefühl? Wenn kleine Kinder und Erwachsene Mitleid mit anderen empfinden, zeigt sich diese Emotion in sehr realen physiologischen Veränderungen: Ihre Herzfrequenz sinkt von den Ausgangswerten ab, was sie darauf vorbereitet, nicht zu kämpfen oder zu fliehen, sondern sich zu nähern und zu beruhigen.

Dann gibt es noch Oxytocin, ein Hormon, das durch den Blutkreislauf schwebt. Forschungen an kleinen, stämmigen Nagetieren, die als Präriewühlmäuse bekannt sind, zeigen, dass Oxytocin langfristige Bindungen und Verpflichtungen sowie die Art des fürsorglichen Verhaltens – wie die Pflege des Nachwuchses – fördert, die im Mittelpunkt des Mitgefühls steht. Es kann das überwältigende Gefühl von Wärme und Verbundenheit erklären, das wir unseren Nachkommen oder unseren Lieben gegenüber empfinden. Tatsächlich erhöhen Stillen und Massagen den Oxytocinspiegel im Blut (wie auch das Essen von Schokolade). In einigen kürzlich von mir durchgeführten Studien haben wir festgestellt, dass der Körper mehr Oxytocin produziert, wenn Menschen Verhaltensweisen zeigen, die mit mitfühlender Liebe verbunden sind – warmes Lächeln, freundliche Handgesten, bejahendes Vorwärtslehnen. Dies deutet darauf hin, dass Mitgefühl sich selbst aufrechterhalten kann: Mitfühlend zu sein verursacht eine chemische Reaktion im Körper, die uns motiviert, noch mitfühlender zu sein.

Wenn Mitgefühl für das menschliche Überleben wirklich lebenswichtig ist, würde es sich laut Evolutionstheorie durch nonverbale Signale manifestieren. Solche Signale würden vielen adaptiven Funktionen dienen. Am wichtigsten ist, dass ein deutliches Signal des Mitgefühls andere in Not besänftigt, es den Menschen ermöglicht, die gutmütigen Personen zu identifizieren, mit denen sie langfristige Beziehungen wünschen, und dazu beitragen, Bindungen zwischen Fremden und Freunden zu knüpfen.

Die Forschung von Nancy Eisenberg, vielleicht der weltweiten Expertin für die Entwicklung von Mitgefühl bei Kindern, hat ergeben, dass es einen besonderen Gesichtsausdruck des Mitgefühls gibt, der durch schräge Augenbrauen und einen besorgten Blick gekennzeichnet ist. Wenn jemand diesen Ausdruck zeigt, ist es wahrscheinlicher, dass er anderen hilft. Meine Arbeit hat ein anderes nonverbales Stichwort untersucht: Berührung.

Frühere Forschungen haben bereits die wichtigen Funktionen der Berührung dokumentiert. Primaten wie Menschenaffen verbringen Stunden am Tag damit, sich gegenseitig zu pflegen, selbst wenn es keine Läuse in ihrer physischen Umgebung gibt. Sie nutzen Grooming, um Konflikte zu lösen, die Großzügigkeit des anderen zu belohnen und Allianzen zu bilden. Die menschliche Haut verfügt über spezielle Rezeptoren, die Muster der taktilen Stimulation – die Liebkosung einer Mutter oder der Schulterklopfen einer Freundin – in unauslöschliche Empfindungen verwandeln, die so nachhaltig sind wie Kindheitsgerüche. Bestimmte Berührungen können die Freisetzung von Oxytocin auslösen und Gefühle von Wärme und Vergnügen hervorrufen. Der Umgang mit vernachlässigten Rattenwelpen kann die Auswirkungen ihrer früheren sozialen Isolation umkehren und sogar ihr Immunsystem stärken.

Ziel meiner Arbeit war es, erstmals zu dokumentieren, ob Mitgefühl durch Berührung vermittelt werden kann. Ein solches Ergebnis hätte mehrere wichtige Implikationen. Es würde zeigen, dass wir diese positiven Emotionen mit nonverbalen Darstellungen kommunizieren können, während frühere Forschungen meist den nonverbalen Ausdruck negativer Emotionen wie Wut und Angst dokumentiert haben. Dieser Befund würde auch Aufschluss über die sozialen Funktionen von Mitgefühl geben – wie Menschen sich auf Berührung verlassen können, um im täglichen Leben zu beruhigen, zu belohnen und zu verbinden.

In meinem Experiment habe ich zwei Fremde in einen Raum gebracht, in dem sie durch eine Barriere getrennt waren. Sie konnten sich nicht sehen, aber sie konnten sich durch ein Loch erreichen. Eine Person berührte die andere mehrmals am Unterarm und versuchte jedes Mal, eine von 12 Emotionen zu vermitteln, darunter Liebe, Dankbarkeit und Mitgefühl. Nach jeder Berührung musste die berührte Person die Emotion beschreiben, von der sie dachte, dass sie die Berührung mitteilte.

Stellen Sie sich in diesem Experiment vor. Was glaubst du, wie könntest du vorgehen? Bemerkenswerterweise identifizierten die Menschen in diesen Experimenten zuverlässig Mitgefühl sowie Liebe und die anderen zehn Emotionen, von den Berührungen bis zum Unterarm. Dies deutet stark darauf hin, dass Mitgefühl ein weiterentwickelter Teil der menschlichen Natur ist – etwas, das wir universell ausdrücken und verstehen können.

Motivierender Altruismus

Mitgefühl zu empfinden ist eine Sache, danach zu handeln, eine andere. Wir müssen uns immer noch einer wichtigen Frage stellen: Fördert Mitgefühl altruistisches Verhalten? In einer wichtigen Forschungsrichtung hat Daniel Batson überzeugend argumentiert, dass dies der Fall ist. Wenn wir Menschen in Not oder Not begegnen, stellen wir uns, so Batson, oft vor, wie ihre Erfahrungen sind. Dies ist ein großartiger Meilenstein in der Entwicklung – die Perspektive eines anderen einzunehmen. Es ist nicht nur eine der menschlichsten Fähigkeiten, sondern einer der wichtigsten Aspekte unserer Fähigkeit, moralische Urteile zu fällen und den Gesellschaftsvertrag zu erfüllen. Wenn wir die Perspektive des anderen einnehmen, empfinden wir einen empathischen Zustand der Besorgnis und sind motiviert, auf die Bedürfnisse dieser Person einzugehen und ihr Wohlergehen zu verbessern, manchmal sogar auf eigene Kosten.

In einer überzeugenden Reihe von Studien setzte Batson die Teilnehmer dem Leiden anderer aus. Dann ließ er einige Teilnehmer sich den Schmerz dieser Person vorstellen, aber er erlaubte diesen Teilnehmern, eigennützig zu handeln – zum Beispiel indem sie das Experiment verließen.

In dieser Serie ließen die Teilnehmer einer Studie zu, wie eine andere Person Schocks erhielt, wenn sie eine Gedächtnisaufgabe nicht bestanden hatte. Dann wurden sie gebeten, im Namen der Teilnehmerin, die als Kind ein Schocktrauma erlitten hatte, Schocks zu nehmen. Diejenigen Teilnehmer, die berichtet hatten, dass sie Mitleid mit der anderen Person hatten, nahmen freiwillig mehrere Schocks für diese Person ab, selbst wenn sie das Experiment verlassen konnten.

In einem anderen Experiment untersuchten Batson und Kollegen, ob Menschen, die Mitgefühl empfinden, jemandem in Not helfen würden, selbst wenn ihre Handlungen völlig anonym waren. In dieser Studie tauschten weibliche Teilnehmer schriftliche Notizen mit einer anderen Person aus, die schnell ihr Gefühl der Einsamkeit und ihr Interesse an der Zeit mit der Teilnehmerin zum Ausdruck brachte. Diejenigen Teilnehmer, die Mitgefühl empfinden, haben sich bereit erklärt, viel Zeit mit der anderen Person zu verbringen, selbst wenn niemand sonst von ihrer Freundlichkeit erfahren würde.

Zusammengenommen legen unsere Beweisstränge Folgendes nahe. Mitgefühl ist tief in der menschlichen Natur verwurzelt, es hat eine biologische Grundlage im Gehirn und Körper. Menschen können Mitgefühl durch Mimik und Berührung ausdrücken, und diese Ausdrucksweisen von Mitgefühl können lebenswichtigen sozialen Funktionen dienen, was stark auf eine evolutionäre Basis des Mitgefühls hindeutet. Und wenn es erlebt wird, überwältigt Mitgefühl selbstsüchtige Sorgen und motiviert altruistisches Verhalten.

Mitgefühl kultivieren

Wir können daher die große menschliche Neigung zum Mitgefühl und die Auswirkungen sehen, die Mitgefühl auf das Verhalten haben kann. Aber können wir wirklich Mitgefühl kultivieren oder wird das alles von unseren Genen bestimmt?

Meditation der liebevollen Güte

Stärken Sie das Gefühl von Freundlichkeit und Verbundenheit gegenüber anderen.

Neuere neurowissenschaftliche Studien legen nahe, dass positive Emotionen weniger vererbbar sind – das heißt weniger von unserer DNA bestimmt – als die negativen Emotionen. Andere Studien weisen darauf hin, dass die Gehirnstrukturen, die an positiven Emotionen wie Mitgefühl beteiligt sind, „plastischer“ sind – abhängig von Veränderungen, die durch Umwelteinflüsse hervorgerufen werden. Wir könnten also Mitgefühl als eine biologisch begründete Fähigkeit oder Tugend betrachten, aber nicht als eine, die wir entweder haben oder nicht haben. Stattdessen ist es eine Eigenschaft, die wir in einem geeigneten Kontext entwickeln können. Wie könnte dieser Kontext aussehen? Für Kinder lernen wir einige Antworten.

Einige Forscher haben eine Gruppe von Kindern beim Heranwachsen beobachtet, auf der Suche nach Familiendynamiken, die die Kinder einfühlsamer und mitfühlender machen oder anderen helfen könnten. Diese Untersuchung weist auf mehrere Schlüsselfaktoren hin.

Erstens neigen Kinder, die sicher mit ihren Eltern verbunden sind, im Vergleich zu unsicher verbundenen Kindern, ihren Altersgenossen bereits im Alter von dreieinhalb Jahren Mitgefühl zu zeigen, so die Forschung von Everett Waters, Judith Wippman und Alan Sroufe. Im Gegensatz dazu fanden die Forscher Mary Main und Carol George heraus, dass missbräuchliche Eltern, die zu körperlicher Gewalt greifen, weniger einfühlsame Kinder haben.

Entwicklungspsychologen waren auch daran interessiert, zwei spezifische Erziehungsstile zu vergleichen. Eltern, die sich auf Induktion verlassen, fordern ihre Kinder auf, nachzudenken, wenn sie Schaden angerichtet haben, und fordern sie dazu auf, über die Folgen ihrer Handlungen nachzudenken und darüber, wie diese Handlungen anderen geschadet haben. Eltern, die sich auf die Machtbehauptung verlassen, erklären einfach, was richtig und was falsch ist, und greifen häufiger zu körperlicher Bestrafung oder starken emotionalen Reaktionen der Wut. Nancy Eisenberg, Richard Fabes und Martin Hoffman haben herausgefunden, dass Eltern, die Induktion und Argumentation anwenden, Kinder erziehen, die besser angepasst sind und ihren Altersgenossen eher helfen. Dieser Erziehungsstil scheint die grundlegenden Werkzeuge des Mitgefühls zu fördern: die Wertschätzung des Leidens anderer und der Wunsch, dieses Leiden zu heilen.

Eltern können auch Mitgefühl durch Vorbild lehren. Eine bahnbrechende Studie über Altruismus von Pearl und Samuel Oliner ergab, dass Kinder mit mitfühlenden Eltern dazu neigen, altruistischer zu sein. In der Studie von Oliners über Deutsche, die während des Nazi-Holocausts halfen, Juden zu retten, war einer der stärksten Prädiktoren für dieses inspirierende Verhalten die Erinnerung des Einzelnen an das Aufwachsen in einer Familie, in der Mitgefühl und Altruismus Priorität hatten.

Eine mitfühlendere Welt

Menschliche Gemeinschaften sind nur so gesund wie unsere Vorstellungen von der menschlichen Natur. Es wurde lange angenommen, dass Egoismus, Gier und Konkurrenzdenken im Mittelpunkt menschlichen Verhaltens stehen, den Produkten unserer Evolution. Es braucht wenig Vorstellungskraft, um zu sehen, wie diese Annahmen die meisten Bereiche menschlicher Angelegenheiten geleitet haben, von der Politikgestaltung bis hin zu medialen Darstellungen des gesellschaftlichen Lebens.

Aber neuere wissenschaftliche Erkenntnisse stellen diese Sicht der menschlichen Natur eindeutig in Frage. Wir sehen, dass Mitgefühl tief in unserem Gehirn, unserem Körper und in der grundlegendsten Art und Weise, wie wir kommunizieren, verwurzelt ist. Darüber hinaus fördert Mitgefühl ein mitfühlendes Verhalten und hilft bei der Gestaltung des Unterrichts, den wir unseren Kindern beibringen.

Natürlich reicht es nicht aus, dies einfach zu erkennen, und wir müssen auch unseren mitfühlenden Impulsen Raum geben, um zu gedeihen. Im Greater Good Magazin stellen wir Artikel vor, die uns dabei helfen können. Unsere Mitwirkenden liefern zahlreiche Beweise, um zu zeigen, was wir aus mitfühlenderen Ehen, Schulen, Krankenhäusern, Arbeitsplätzen und anderen Institutionen gewinnen können. Sie tun mehr, als uns dazu zu bringen, unsere Annahmen über die menschliche Natur zu überdenken. Sie bieten eine Blaupause für eine mitfühlendere Welt.


Der Mensch hat sich entwickelt, um einen Instinkt für tödliche Gewalt zu haben, finden Forscher

Laut neuer Forschung haben sich Menschen mit einer Neigung entwickelt, sich gegenseitig zu töten, die sechsmal höher ist als die eines durchschnittlichen Säugetiers.

Wissenschaftler berechneten, dass, als wir uns zum modernen Menschen entwickelten, etwa zwei Prozent der Todesfälle durch andere Homo sapiens verursacht wurden, so ein Artikel über die Forschung in der Zeitschrift Natur.

Während diese Rate deutlich unter dem höchsten Wert liegt, der bei Erdmännchen zu finden ist, wo fast 20 Prozent der Todesfälle durch andere Erdmännchen verursacht werden, töten sich viele Säugetiere nur selten oder gar nicht.

Trotz ihres grausamen Rufs kämpfen Tiger viel seltener gegeneinander – mit einer Quote von 0,88 Prozent.

Und wir neigen auch zu Zeiten extremer Gewalt, die selbst Erdmännchen in den Schatten stellen können. Zwischen 1200 und 1500 in Amerika wurden mehr als 25 Prozent der Menschen dort von anderen Menschen getötet.

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Die Forscher sammelten Informationen über mehr als vier Millionen Todesfälle bei mehr als 1.000 Säugetieren aus 80 Prozent der Säugetierfamilien, darunter etwa 600 menschliche Populationen von der Altsteinzeit bis heute.

Anschließend nutzten sie diese Informationen, um einen evolutionären Baum der Gewaltbereitschaft verschiedener Säugetiere zu erstellen.

Sie fanden heraus, dass Menschen eng mit Säugetieren verwandt waren, die sich eher gegenseitig töteten als die meisten anderen.

In Nature schrieben die Forscher: „Tödliche Gewalt wird von einigen hauptsächlich als kulturelles Merkmal angesehen.

„Allerdings hat Aggression bei Säugetieren, einschließlich des Menschen, auch eine genetische Komponente mit hoher Vererbbarkeit. Folglich ist weithin anerkannt, dass die Evolution auch die menschliche Gewalt geprägt hat.

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„Aus dieser Perspektive kann Gewalt als adaptive Strategie angesehen werden, die den Fortpflanzungserfolg des Täters in Bezug auf Partner, Status oder Ressourcen begünstigt.“

Die Forscher fanden heraus, dass fast 40 Prozent der Säugetiere tödliche Gewalt anwenden, schlugen jedoch vor, dass dies wahrscheinlich eine Unterschätzung war.

Der durchschnittliche Prozentsatz der Todesfälle durch Mitglieder derselben Art lag bei etwa 0,3 Prozent.

Aber vor etwa 160.000 bis 200.000 Jahren wurde die gleiche Zahl für den Menschen auf etwa zwei Prozent geschätzt, mehr als sechsmal höher als der Durchschnitt.

In dem Nature-Papier heißt es, dass die Analyse „dazu nahelegt, dass ein gewisses Maß an tödlicher Gewalt beim Menschen aus der Besetzung einer Position innerhalb einer besonders gewalttätigen Säugetiergruppe resultiert, in der Gewalt von vornherein vorhanden zu sein scheint“.

„Dies bedeutet, dass die Menschen ihre Neigung zur Gewalt geerbt haben“, fügte sie hinzu.

„Wir glauben, dass dieser Effekt mehr beinhaltet als eine bloße genetische Neigung zur Gewalt. Tatsächlich scheinen auch soziales Verhalten und Territorialität, zwei Verhaltensmerkmale, die mit Verwandten des Homo sapiens geteilt werden, zum Ausmaß der tödlichen Gewalt beigetragen zu haben.“

Die Forscher betonten, dass diese ererbte Neigung zur Gewalt nicht bedeute, dass der Mensch nicht in der Lage sei, sich selbst zu kontrollieren.

„Dieses prähistorische Ausmaß tödlicher Gewalt ist nicht unveränderlich geblieben, sondern hat sich im Laufe unserer Geschichte verändert, hauptsächlich in Verbindung mit Veränderungen in der soziopolitischen Organisation der menschlichen Bevölkerung“, schrieben sie.


14 Final Fantasy XI: Der Schattenlord ist ein rachsüchtiger Geist, der darauf aus ist, die Nationen von Vana'diel zu teilen

Ursprünglich ein freundlicher galkanischer Erzähler namens Raogrimm, ist der Schattenlord ein Wesen, das auf Rache aus ist. Er wurde von seinem Teamkollegen Ulrich während der Expedition in Xarcabard verraten, was zum Tod von Raogrimm und seiner Geliebten Cornelia führte.

Odin beantwortet Raogrimms sterbende Wut, indem er ihm eine körperliche Form verleiht, um Rache zu üben. Der Schattenlord ermordet alle, die mit ihm an der Xarcabard-Expedition teilgenommen haben, und rekrutiert schließlich die Tiermenschen, um gegen San d'Oria, Windurst und Bastok Krieg zu führen.


Ist Sprache ein Instinkt?

In meinem letzten Buch, Der Sprachmythos, untersuche ich eines der dominanten Themen, das das Studium der Sprache in den letzten 50 Jahren beschäftigt hat: ob die Rudimente der menschlichen Fähigkeit zur Grammatik – die für die Sprache zentral ist – angeboren sind. Diese Idee entstand mit der Forschung des amerikanischen Linguisten und Philosophen Noam Chomsky, die in den 1950er Jahren begann und ab den 1960er Jahren an Fahrt gewann. Die Idee im Wesentlichen ist, dass menschliche Säuglinge mit einer artspezifischen Universalgrammatik ausgestattet werden – einer genetischen Vorspezifikation für grammatikalisches Wissen, die zu einem frühen Zeitpunkt im Prozess des Erwerbs ihrer Muttersprache und dieses Wesens „einschaltet“. In diesem Fall nimmt das Sprachenlernen viel Mühe. Aus dieser Perspektive erwerben menschliche Säuglinge Sprache, weil sie über ein fest verdrahtetes Wissen über Aspekte der Grammatik verfügen – obwohl es selbst nach über 40 Jahren des Suchens keinen sinnvollen Konsens darüber gibt, was diese Aspekte bedeuten könnten. Dies ermöglicht einem Kind, so die Parteilinie, seine Muttersprache „aufzugreifen“. Ich habe hier in einem kurzen populärwissenschaftlichen Aufsatz, der im Aeon-Magazin veröffentlicht wurde, eine sehr partielle Miniaturskizze nur einiger der relevanten Themen vorgestellt. Und ich habe die Themen in einem Radiointerview in voller Länge weiter diskutiert, das Sie hier anhören können.

In einer Reihe neuerer Beiträge, die hier zusammengefasst sind, weisen eine Reihe angesehener Linguisten, die sich weitgehend an Chomskys These halten, dass es eine angeborene Universalgrammatik gibt, dass ich entweder die Behauptung(en) falsch dargestellt habe, die mit dem Forschungsprogramm um diese Hypothese verbunden sind, und/oder missverstanden und in drei konkreten Fällen, auf die sie aufmerksam machen, dass ich meine Argumente mit Feststellungen untermauert habe, die sie als widerlegt geltend machen – zumindest in einem Fall tauchen sie bei der Diskussion des im Fachjargon Bekannten auf als Specific Language Impairment, um sich auf den kurzen Aeon-Aufsatz zu beziehen, anstatt auf die ausführlichere Diskussion im Buch.

Der Sprachmythos ist für ein allgemeines Publikum geschrieben – nicht speziell für professionelle Linguisten – und nimmt die Form einer evidenzbasierten Widerlegung von Aspekten der Weltanschauung an, die in den populären Bestsellern von Professor Steven Pinker von der Harvard University entwickelt wurden. Tatsächlich, Pinkers erstes populäres Buch, Der Sprachinstinkt, bereits 1994 erschienen, verleiht meinem Buch seinen Titel, wenn auch mit einer Wendung: Der Sprachmythos spielt auf Pinkers Buchtitel an, den ich als namensgebenden „Sprachmythos“ gegossen habe. Tatsächlich ist die Behauptung, Sprache sei ein Instinkt, selbstverständlich ein Mythos, wie der Psychologe Michael Tomasello 1995 erstmals betonte – siehe seine Buchbesprechung hier .

Aber wichtig, Der Sprachmythos nimmt direkt das auf, was ich als die größere theoretische und ideologische Weltsicht dessen annehme, was ich an anderer Stelle als „rationalistische“ Sprachwissenschaft bezeichnet habe. Mein Ziel ist zwar die Präsentation in Pinkers verschiedenen Büchern, aber sie umfasst notwendigerweise mehr als nur das von Chomsky und seinen Mitarbeitern initiierte Forschungsprogramm.

Es befasst sich auch allgemein mit grundlegenden Fragen und Fragen der Kognitionswissenschaft und dem Spektrum anglo-amerikanischer Linguisten, Psychologen und Philosophen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, die sie mitgestaltet haben. Ich betrachte zum Beispiel die Natur von Konzepten, unsere „Bausteine“ des Denkens – und ob diese in einem sinnvollen Sinne angeboren sein könnten – die Beziehung zwischen der Sprache und den Kommunikationssystemen anderer Spezies, sei es Sprache, und dem Geist im Allgemeinen , könnte aus unterschiedlichen und verankerten neurologischen Systemen bestehen – manchmal als „Module“ bezeichnet – die sich unabhängig voneinander für eine bestimmte mentale Funktion entwickelt haben, unabhängig davon, ob der menschliche Geist ein eigenes angeborenes mentales Betriebssystem hat – manchmal als „Mentalese“ bezeichnet , oder unsere Sprache des Denkens und ob Sprache in irgendeiner Form oder Form gewohnheitsmäßige Denkmuster beeinflussen kann – manchmal als das Prinzip der linguistischen Relativität bezeichnet, das bekanntermaßen von Benjamin Lee Whorf vorgeschlagen wurde (und nicht mit dem Strohmann verwechselt werden darf). Argument für linguistischen Determinismus – die Idee, dass Denken ohne Sprache nicht möglich ist Denken ist eindeutig ohne Sprache möglich, wie wir aus der Forschung an vorsprachlichen Säuglingen wissen, ad Menschen, die einen Sprachverlust erlitten haben – bekannt als „Aphasie“ – sowie Studien an anderen Arten, die oft über ausgeklügelte konzeptionelle Fähigkeiten verfügen, in Ermangelung einer Sprache, argumentierte Whorf ausdrücklich gegen den linguistischen Determinismus).

Die rationalistische Weltanschauung läuft auf die Behauptung hinaus, dass die sprachlichen und kognitiven Fähigkeiten des Menschen letztendlich und zumindest im Grunde biologisch vorprogrammiert sein müssen: dass es letztendlich keine andere Möglichkeit gibt, das zu erklären, was scheinbar einzigartig ist unsere Spezies. In Der Sprachmythos, argumentiere ich, dass es sechs Komponenten-„Untermythen“ gibt, die diese besondere Haltung ausmachen und sich gegenseitig informieren und aufrechterhalten. Ich nenne sie „Mythen“, weil sie in den meisten Fällen vorgeschlagen wurden, bevor echte Beweise dafür oder dagegen verfügbar waren. Und da Beweise verfügbar geworden sind, fällt es den meisten objektiven Kommentatoren schwer zu sagen, dass jeder dieser „Mythen“ viele eindeutige Beweise hat, um sie zu stützen – ich vertrete eine etwas stärkere Position, natürlich ist meine Einschätzung dass es fast keine glaubwürdigen Beweise gibt. Hier also die sechs:

Mythos Nr. 1: Die menschliche Sprache hat nichts mit tierischen Kommunikationssystemen zu tun.
Der Mythos behauptet, dass die Sprache dem Menschen vorbehalten ist, und der Mensch allein kann mit nichts verglichen werden, was bei Nicht-Menschen zu finden ist, und hat nichts mit irgendeiner nicht-menschlichen kommunikativen Fähigkeit zu tun. Und der Mythos verstärkt die Ansicht, dass es eine immense Kluft gibt, die die menschliche Sprache von den kommunikativen Systemen anderer Spezies trennt. Und ganz allgemein unterscheidet es den Menschen von allen anderen Spezies. Jüngste Erkenntnisse über die Art und Weise, wie andere Arten kommunizieren, von Affen bis Walen, von Meerkatzen bis hin zu Staren, deuten jedoch zunehmend darauf hin, dass eine solche Sichtweise die Kluft zwischen menschlicher Sprache und nicht-menschlichen Kommunikationssystemen überbewertet. Tatsächlich finden sich viele der Merkmale der menschlichen Sprache in unterschiedlichem Maße in einem breiten Spektrum von Tierkommunikationssystemen. Tatsächlich können wir mehr über die menschliche Sprache und ihre Besonderheiten lernen, indem wir versuchen zu verstehen, wie sie sich auf die Kommunikationssysteme anderer Spezies bezieht und von ihnen abgeleitet wird. Dies deutet darauf hin, dass die menschliche Sprache zwar qualitativ unterschiedlich ist, aber mit anderen nicht-menschlichen Kommunikationssystemen verwandt ist.

Mythos #2: Es gibt absolute Sprachuniversalen.
Die rationalistische Linguistik schlägt vor, dass menschliche Babys mit einer für das Erlernen von Sprache vorbereiteten Welt auf die Welt kommen. Sprache entsteht mühelos und automatisch. Und das liegt daran, dass wir alle mit einer universellen Grammatik geboren werden: einer Vorspezifikation für bestimmte Aspekte der Grammatik, wie auch immer die endgültige Form dieser vermeintlichen „Universalen“ sein mag – ein universelles Wesen ist ein Merkmal der Grammatik, das zumindest im Prinzip von allen Sprachen geteilt werden können. Da davon ausgegangen wird, dass alle Sprachen von dieser universellen Grammatik abstammen, kann das Studium einer einzelnen Sprache ihr Design offenbaren – eine ausdrückliche Behauptung von Chomsky in seinen veröffentlichten Schriften. Mit anderen Worten, trotz unterschiedlicher Soundsysteme und Vokabeln sind alle Sprachen im Grunde wie Englisch. Daher muss ein theoretischer Linguist, der diese angeborene universelle Grammatik studieren möchte, keine der exotischen Sprachen lernen oder studieren – wir müssen uns nur auf Englisch konzentrieren, das die Antworten auf alle anderen Sprachen enthält Arbeit. Aber wie der Mythos, dass Sprache nichts mit tierischen Kommunikationsformen zu tun hat, wird der Mythos der Sprachuniversalität durch die Beweise widerlegt. In dem Buch argumentiere ich, dass Sprache in und während bestimmter Fälle des Sprachgebrauchs entsteht und sich diversifiziert.

Mythos #3: Sprache ist angeboren.
Niemand bestreitet, dass menschliche Kinder biologisch auf Sprache vorbereitet auf die Welt kommen – vom Sprachproduktionsapparat über die Informationsverarbeitungskapazität bis zur Gedächtnisspeicherung sind wir neurobiologisch ausgestattet, um gesprochene oder gebärdete Sprache wie keine andere Spezies zu erwerben. Aber die Frage unter dem Mikroskop ist folgende: Die rationalistische Linguistik schlägt vor, dass eine besondere Art von Wissen – grammatikalisches Wissen – bei der Geburt vorhanden sein muss. Sprachliches Wissen – eine universelle Grammatik, mit der alle Menschen geboren werden – ist fest in den Mikroschaltkreisen des menschlichen Gehirns verdrahtet. Die Ansicht, dass Sprache angeboren ist, ist in vielerlei Hinsicht auf einen Schlag sehr attraktiv, sie löst das Problem, zu erklären, wie Kinder Sprache erwerben, ohne von ihren Eltern und Betreuern negative Rückmeldungen zu erhalten, wenn sie Fehler machen – es Es wurde weithin berichtet, dass Eltern Fehler, die Kinder beim Spracherwerb machen, größtenteils nicht systematisch korrigieren. Und Kinder können und werden ihre Muttersprache ohne jegliche Korrektur erwerben. Darüber hinaus haben Kinder die gesprochene Sprache erworben, bevor sie die formale Schule beginnen: Kindern wird keine gesprochene Sprache beigebracht, sie erwerben sie nur scheinbar automatisch. Aber eine so starke Sichtweise macht wohl viel Lernen überflüssig – abgesehen von der relativ trivialen Aufgabe, die Wörter jeder Sprache zu lernen, die wir letztendlich sprechen. Die Grundlagen der Grammatik, die allen Sprachen gemeinsam sind, sind, zumindest in einer vorgegebenen Form, bereits vor der Geburt in unserem Gehirn vorhanden, so der Sprachmythos. Aber wie ich in dem Buch argumentiere, zeigt eine große Anzahl von Beweisen jetzt, dass diese spezifischen Annahmen falsch sind.

Mythos Nr. 4: Sprache ist ein eigenständiges Modul des Geistes.
Im westlichen Denken gibt es eine ehrwürdige Tradition, in der der Geist in Bezug auf verschiedene Fähigkeiten konzipiert wurde. Mit dem Aufkommen der Kognitionswissenschaft in den 1950er Jahren wurde der digitale Computer zur bevorzugten Analogie für den menschlichen Geist. Während die Idee, dass der Geist ein Computer ist, eine zentrale und sehr einflussreiche Heuristik in der Kognitionswissenschaft war, wurde der radikale Vorschlag, dass der Geist wie der Computer auch modular ist, vom Geistesphilosophen Jerry Fodor gemacht. In einem mittlerweile klassischen Buch, Modularity of Mind, das 1983 veröffentlicht wurde und dessen Nachhall bis heute spürbar ist, schlug Fodor vor, dass Sprache das paradigmatische Beispiel für ein mentales Modul ist. Und diese Sichtweise macht aus der Perspektive der rationalistischen Linguistik durchaus Sinn. Laut Fodor wird ein mentales Modul in einer dedizierten neuronalen Architektur realisiert. Es kommt mit einer bestimmten und eingeschränkten Art von Informationen zurecht und ist für die Funktionsweise anderer Module unempfindlich. Infolgedessen kann ein Modul selektiv beeinträchtigt werden, was zum Zusammenbruch des mit dem Modul verbundenen Verhaltens führt. Und da sich ein Modul mit einer bestimmten Art von Informationen beschäftigt, taucht das Modul an dem bestimmten Punkt im Lebenszyklus auf, wenn es gebraucht wird. Daher folgt ein mentales Modul entwicklungsmäßig einem charakteristischen Zeitplan. Die Vorstellung, dass der Geist modular ist, mag auf den ersten Blick intuitiv sinnvoll sein. In our everyday lives we associate component parts of artefacts with specific functions. The principle of modularity of design is both a practical and sensible approach to the manufacture not just of computers but many, many aspects of everyday commodities, from cars to children’s toys. However, the evidence, as I argue in the book, provides very little grounds for thinking that language is a module of mind, or indeed that the mind is modular.

Myth #5: There is a universal Mentalese.
The language myth contends that meaning in natural languages, such as English, Japanese or whatever, derives, ultimately, from a universal language of thought: Mentalese. Mentalese is the mind’s internal or private language, and makes thought possible. It is universal in the sense that all humans are born with it. It is language-like, consisting of symbols, which can be combined by rules of mental syntax. Without Mentalese we could not learn the meanings of words in any given language—spoken or signed. But as I show in the book, Mentalese assumes a view of mind that is wrong-headed: it assumes that human minds are computer-like. It also suffers from a number of other difficulties, which make this supposition deeply problematic.

Myth #6: Language does not influence (habitual patterns of) thought.
While everyone accepts that language affects thought in the sense that we use language to argue, persuade, convince, seduce and so on, according to the myth, thought is, in principle, independent. The myth contends that the Principle of Linguistic Relativity—that systematic patterns in grammatical and semantic representations across languages influences corresponding differences in patterns of thought across communities—is utterly wrong. As I show in the book, not only does Pinker, and other rationalists mischaracterise the thesis of linguistic relativity—that the language we speak influences how we habitually think, categorise and perceive the world—he is also wrong in another way. Despite Pinker’s assertion to the contrary, there is now a significant amount of scientific evidence suggesting that, in point of fact, the linguistic patterning of our native tongue has indelible and habitual consequences for how we perceive the world. Of course, the question then arises as to how significant, in terms of influencing individual and cultural world-views, one takes this evidence to be. In a recent book, The Language Hoax, its author, John McWhorter, plays down the significance of the relativistic effects of different languages on the minds of distinct communities of language users. While I disagree with McWhorter’s position—and his review of the relevant evidence is at best partial—given the sophisticated methodologies that now exist for directly and indirectly investigating brain function during routine cognitive and perceptual processing, any objective commentator would be hard-pressed to deny the relativistic influence of language and non-linguistic aspects of mental function.

Ultimately, whether or not one accepts the general argument I make, in The Language Myth, boils down to one’s ideological as well as one’s theoretical commitments. Academic research, like any other human endeavour, inhabits a socio-cultural niche. And ideas arise from assumptions, and principles, sometimes explicitly rehearsed, sometimes not, cocooned within the institutional milieu that helps give them life, and sustain them. In terms of the specifically Chomskyan element(s) of the rationalist world-view that I argue against, my view is that perhaps most damaging of all, has been the insistence that the study of language can be separated into two distinct realms: ‘competence’—our internal, and mental knowledge of language—and ‘performance’—the way in which we use language. Chomsky’s position is that performance arises from competence—given his assumption that fundamental aspects of competence—our Universal Grammar—is, in some sense, present at birth. Hence, competence, rather then performance constitutes the proper object of study for language science. But I, and a great many other linguists, believe that the evidence now very clearly shows this perspective to be wrong-headed: our knowledge of language, so-called ‘competence’, in fact arises from use, from ‘performance’. And Chomsky’s logical error, as I characterise is, has held the field of (Anglo-American) linguistics back for too long.

My rationale for writing The Language Myth, and debunking the world-view presented in Pinker’s popular writing was the following. Pinker’s popular presentations of rationalist cognitive science, at least amongst undergraduate and beginning graduate students, and the informed lay audience, is arguably better known than the work of Chomsky, Fodor and the other leading lights of rationalist cognitive science. And his characterisation—whether one likes, or not, the analogy of language as an ‘instinct’, that Pinker coined—of language and the mind as, ultimately, biological constructions, is widely believed. Many of the standard textbooks, used in the stellar universities across the English-speaking world, promote Pinker’s works as essential readings. Moreover, they portray the sorts of arguments he promotes as established fact. Things are really not that clear-cut. At the very least, the (popularisation of the) rationalist world-view is on very shaky ground indeed. I, of course, didn’t write The Language Myth for committed rationalists I don't pretend to be able to convince them--it appears, to me at least, that in the case of many such colleagues, their commitment is ideological, rather than being based on an objective and critical evaluation and appreciation of the voluminous evidence. And of course, while they may accuse me of being partial and/or prone to misunderstanding in my presentation, as I show in The Language Myth, the same accusation must then be applied to Pinker, but with several greater degrees of magnitude!

In my next few posts, I’ll be examining some of the evidence, for and against, each of the component myths that make up the rationalist world-view. And in so doing, I’ll also address some of the criticisms raised by Chomksyan colleagues who have objected to my portrayal of things. Whatever one thinks on these issues, these are fascinating times in the study of language and the mind, and an exciting time to be an academic linguist. And my advice to all objective and curious-minded people is to read The Language Myth, and make your own mind up. Some representative and high-profile reviews of the book are below, to give you a flavour of what’s in store.

Book review in The New Scientist 18 Oct 2014
Book review in the Times Higher Education 13 Nov 2014


Maternal Instinct And Biology: Evolution Ensures We Want Sex, Not Babies

Many women hear an ominous ticking of their 𠇋iological clock” when they reach their 30s, while others never hear it at all.

Some believe the compulsion to bear babies is biologically inbuilt – even suggesting women who refuse their supposed evolutionary duty are being selfish.

Others hold the view that this so-called “maternal instinct”, also referred to as �y fever”, has nothing to do with biology and is a social construct.

It’s unhelpful to explore this debate through a strictly dichotomous “nature vs nurture” prism. Both biology and culture likely contribute to our reproductive behaviour.

Reproduction doesn’t require any “inherited” preference to have children, since natural selection already favours mechanisms that result in reproduction, most significantly through the sexual urge.

But that version of the maternal instinct that relates to a mother’s ability and need to nurture and protect her child may indeed be hardwired, facilitated by the release of certain hormones and other necessary biological changes.

Sexual Urge

The exquisite diversity of past and present lifeforms comes from a single critical feature – reproduction.

Individuals genetically disposed to be indifferent to sex will theoretically be selected out of the population, in favour of those with a greater commitment.

It remains unclear whether the strong longing for a child, otherwise known as �y fever’, is driven by our genes or is a social construction. Sharon Sperry Bloom/Flickr, CC BY

This is a self-evident feature of the evolutionary process.

Imagine a population of people or animals who enjoy sex, where that enjoyment has a genetic basis. This would determine their reproductive success. Now introduce into this population those genetically predisposed to be sexually inactive.

These sexually inactive individuals will not produce offspring, so there will be no sexually inactive individuals in the next generation.

In other words, a genetic disposition to avoid sex will neither become established nor maintained.

Some argue the so-called 𠇋iological clock”, triggering an enhanced awareness of reproduction among childless women in their 30s, is natural selection at work. Vielleicht.

There is some evidence that fertility decisions may have a genetic basis. For instance, studies that looked at the age of first attempt to have a child in Finnish populations showed children had similar patterns to those of their parents.

But these only proved there is a genetic influence for when women decided to have a child, rather than whether they decided to at all.

We are notoriously susceptible to the influence of others (witness the broad success of advertising and, one hopes, education).

So, like many other aspects of human behaviour, it remains unclear whether the strong longing for a child – �y fever” – is driven by our genes or is a social construction.

Defying Biology

Until recently, sex and reproduction were inextricably entwined in all organisms. The discovery of contraceptive technology severed that nexus for one species.

With varying reliability, humans can now have sex without having babies. So in terms of biological evolution, a genetic preference for sexual activity is no longer equivalent to a maternal (or paternal) instinct to have offspring.

Through the contraceptive pill, humans have defied biology. Amber McNamara/Flickr, CC BY

There are many women in our society who aren’t interested in having children.

For instance, the number of US women between 34 and 44 who have never had children has increased by around 10% since 1976. And a survey of more than 7,000 Australian women between 22 and 27 years found nearly 10% didn’t want children.

My guess is that childless women aren’t necessarily sexually inactive – as natural selection likely dictates. But there may be little opportunity for selection to act on their personal choice.

It’s an impressive example of human behaviour defying biological evolution. But culture and technology have immunised humans from many selection pressures. Clothing, for example, allows us to inhabit cold environments unsuitable even for naturists.

Sex isn’t one of them though. Indeed, most cultures express more than a passing interest in sex – from the widespread inclusion of fertility rites in ancient societies to the almost unseemly obsession with sex in contemporary television advertising campaigns.

Nurturing Instinct

In many cases, successful reproduction requires care of the developing offspring. This is often, but not exclusively, undertaken by the mother.

Nurturing offspring is then a form of “maternal instinct”, as distinct from �y fever”. And nature has built in biological mechanisms to ensure this.

Nurturing offspring is then a form of ‘maternal instinct’, as distinct from �y fever’ shutterstock.com

For mammalian mothers, a demanding infant stimulates the release of the hormone oxytocin, which in turn triggers a flow of milk.

Oxytocin is also implicated in a suite of maternal behaviours throughout pregnancy, strengthening a mother’s bond to her fetus, which impacts on the fetus&apos development.

The crucial, instinctive, nurturing response to feed the child, through the release of oxytocin, occurs only during pregnancy and after birth – otherwise the hormones don’t kick in.

For instance, virgin mice given oxytocin injections could learn to hear and respond to distressed calls of pups, something they were unable to do before the injections.

So it could be argued that the “urge” to have and nurture children is only ensured biologically through the urge to have sex, while the nurturing instinct is biologically inbuilt.

The so-called 𠇋iological clock”, then, may be ticking to a social key.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf The Conversation veröffentlicht. Lesen Sie den Originalartikel.


Excerpt: 'Less Than Human'

Less Than Human: Why We Demean, Enslave, and Exterminate OthersBy David Livingstone SmithHardcover, 336 pagesSt. Martins PresseList price: $24.99

Before I get to work explaining how dehumanization works, I want to make a preliminary case for its importance. So, to get the ball rolling, I'll briefly discuss the role that dehumanization played in what is rightfully considered the single most destructive event in human history: the Second World War. More than seventy million people died in the war, most of them civilians. Millions died in combat. Many were burned alive by incendiary bombs and, in the end, nuclear weapons. Millions more were victims of systematic genocide. Dehumanization made much of this carnage possible.

Let's begin at the end. The 1946 Nuremberg doctors' trial was the first of twelve military tribunals held in Germany after the defeat of Germany and Japan. Twenty doctors and three administrators — twenty-two men and a single woman — stood accused of war crimes and crimes against humanity. They had participated in Hitler's euthanasia program, in which around 200,000 mentally and physically handicapped people deemed unfit to live were gassed to death, and they performed fiendish medical experiments on thousands of Jewish, Russian, Roma and Polish prisoners.

Principal prosecutor Telford Taylor began his opening statement with these somber words:

The defendants in this case are charged with murders, tortures and other atrocities committed in the name of medical science. The victims of these crimes are numbered in the hundreds of thousands. A handful only are still alive a few of the survivors will appear in this courtroom. But most of these miserable victims were slaughtered outright or died in the course of the tortures to which they were subjected . To their murderers, these wretched people were not individuals at all. They came in wholesale lots and were treated worse than animals.

He went on to describe the experiments in detail. Some of these human guinea pigs were deprived of oxygen to simulate high altitude parachute jumps. Others were frozen, infested with malaria, or exposed to mustard gas. Doctors made incisions in their flesh to simulate wounds, inserted pieces of broken glass or wood shavings into them, and then, tying off the blood vessels, introduced bacteria to induce gangrene. Taylor described how men and women were made to drink seawater, were infected with typhus and other deadly diseases, were poisoned and burned with phosphorus, and how medical personnel conscientiously recorded their agonized screams and violent convulsions.

The descriptions in Taylor's narrative are so horrifying that it's easy to overlook what might seem like an insignificant rhetorical flourish: his comment that "these wretched people were . treated worse than animals". But this comment raises a question of deep and fundamental importance. What is it that enables one group of human beings to treat another group as though they were subhuman creatures?

A rough answer isn't hard to come by. Thinking sets the agenda for action, and thinking of humans as less than human paves the way for atrocity. The Nazis were explicit about the status of their victims. Sie sind Untermenschen — subhumans — and as such were excluded from the system of moral rights and obligations that bind humankind together. It's wrong to kill a person, but permissible to exterminate a rat. To the Nazis, all the Jews, Gypsies and others were rats: dangerous, disease-carrying rats.

Jews were the main victims of this genocidal project. From the beginning, Hitler and his followers were convinced that the Jewish people posed a deadly threat to all that was noble in humanity. In the apocalyptic Nazi vision, these putative enemies of civilization were represented as parasitic organisms — as leeches, lice, bacteria, or vectors of contagion. "Today," Hitler proclaimed in 1943, "international Jewry is the ferment of decomposition of peoples and states, just as it was in antiquity. It will remain that way as long as peoples do not find the strength to get rid of the virus." Both the death camps (the gas chambers of which were modeled on delousing chambers) and the Einsatzgruppen (paramilitary death squads that roamed across Eastern Europe followed in the wake of the advancing German army) were responses to what the Nazis perceived to be a lethal pestilence.

Sometimes the Nazis thought of their enemies as vicious, bloodthirsty predators rather than parasites. When partisans in occupied regions of the Soviet Union began to wage a guerilla war against German forces, Walter von Reichenau, the commander-in-chief of the German army, issued an order to inflict a "severe but just retribution upon the Jewish subhuman elements" (the Nazis considered all of their enemies as part of "international Jewry", and were convinced that Jews controlled the national governments of Russia, the United Kingdom, and the United States). Military historian Mary R. Habeck confirms that, "soldiers and officers thought of the Russians and Jews as 'animals' . that had to perish. Dehumanizing the enemy allowed German soldiers and officers to agree with the Nazis' new vision of warfare, and to fight without granting the Soviets any mercy or quarter."

The Holocaust is the most thoroughly documented example of the ravages of dehumanization. Its hideousness strains the limits of imagination. And yet, focusing on it can be strangely comforting. It's all too easy to imagine that the Third Reich was a bizarre aberration, a kind of mass insanity instigated by a small group of deranged ideologues who conspired to seize political power and bend a nation to their will. Alternatively, it's tempting to imagine that the Germans were (or are) a uniquely cruel and bloodthirsty people. But these diagnoses are dangerously wrong. What's most disturbing about the Nazi phenomenon is not that the Nazis were madmen or monsters. It's that they were ordinary human beings.

When we think of dehumanization during World War II our minds turn to the Holocaust, but it wasn't only the Germans who dehumanized their enemies. While the architects of the Final Solution were busy implementing their lethal program of racial hygiene, the Russian-Jewish poet and novelist Ilya Ehrenburg was churning out propaganda for distribution to Stalin's Red Army. These pamphlets seethed with dehumanizing rhetoric: they spoke of "the smell of Germany's animal breath," and described Germans as "two-legged animals who have mastered the technique of war" — "ersatz men" who ought to be annihilated. "The Germans are not human beings," Ehrenburg wrote, ". If you kill one German, kill another — there is nothing more amusing for us than a heap of German corpses."

This wasn't idle talk. Die Wehrmacht had taken the lives of 23 million Soviet citizens, roughly half of them civilians. When the tide of the war finally turned, a torrent of Russian forces poured into Germany from the east, and their inexorable advance became an orgy of rape and murder. "They were certainly egged on by Ehrenburg and other Soviet propagandists. " writes journalist Giles McDonough:

East Prussia was the first German region visited by the Red Army . In the course of a single night the red army killed seventy-two women and one man. Most of the women had been raped, of whom the oldest was eighty-four. Some of the victims had been crucified . A witness who made it to the west talked of a poor village girl who was raped by an entire tank squadron from eight in the evening to nine in the morning. One man was shot and fed to the pigs.

Excerpted from Less Than Human by David Livingstone Smith. Copyright 2011 by the author and reprinted by permission of St. Martin's Press, LLC.


8 Moro Reflex

Parents may not recognize the name of this reflex, but they've seen it. When a child is placed on their back and their arms and feet immediately shoot into the air, that's the Moro reflex in action. In fact, many moms see this happen after they have rocked their babies to sleep and then attempt to place them in a crib. Not comfortable with this change, the children throw hands and legs up and usually wake themselves up in the process.

The Moro Reflex can also occur when a child hears a loud noise he wasn't expecting and is scared by it. When a child's head is left unsupported they will also try to cling with their appendages to make sure they don't fall.

This reflex is useful because it lets a parent know that the child may feel they are being handled in a manner that is too rough. Babies are delicate, and though they are also tough little people, they need head support and for their caregivers to be gentle when moving them around.


Do humans really have a killer instinct or is that just manly fancy?

is a lecturer on the history of science at Harvard University. She is the author of Constructing Scientific Psychology: Karl Lashley’s Mind-Brain Debates (1999) and Race, Racism, and Science: Social Impact and Interaction (2004), co-authored with John P Jackson, Jr.

Horrified by the atrocities of the 20th century, an array of scientists sought to explain why human beings turned to violence. The founder of psychoanalysis Sigmund Freud argued that ‘man is a wolf to man’, driven to hatred, destruction and death. The neuroscientist Paul MacLean maintained that humans’ violent tendencies could be traced to their primitive ‘reptilian brain’. The social psychologist Albert Bandura countered that aggression was not inborn but resulted from imitation and suggestion. Despite the controversy they provoked, such theories often attained the status of conventional wisdom.

What makes claims about human nature become truisms? How do they gain credibility? They might rely on experiments, case studies or observation, but evidence alone is never enough to persuade. Such theories – by virtue of the very fact that they seek to encompass the human – must always go beyond their evidence. They manage to persuade by appealing to common experience and explaining familiar events, by creating a shock of recognition in their audiences, a sudden realisation that ‘this must be true’. They employ characters and a narrative arc, and draw moral lessons. In short: they tell a good story.

In the 1960s, alongside prevailing psychological and neuroscientific theories of human aggression, a new claim appeared, that aggression was a human instinct. Relying on the sciences of evolution and animal behaviour, this ‘instinct theory’ held that human aggression was a legacy of our deep ancestral past and an inbuilt tendency shared with many other animal species. One important novelty of this theory was its assertion that human aggression was not wholly destructive, but had a positive, even constructive side. Its proponents were talented writers who readily adopted literary devices.

Robert Ardrey’s bestseller Afrikanische Genesis (1961) won a big American audience. A Hollywood scriptwriter turned science writer, Ardrey travelled to South Africa, then a hotspot for the excavation of prehistoric human remains. In Johannesburg, he met Raymond Dart, the discoverer of a 2 million-year-old fossilised skull, which Dart believed to be the most ancient human ancestor ever unearthed. Although this creature walked upright, its braincase was small and distinctly apelike, so Dart named it Australopithecus africanus, the southern ape from Africa.

Dart found that Australopithecus remains were typically surrounded by equally fossilised animal bones, especially the long heavy leg bones of antelopes evidently hunted for food. But these bones had been shaped and carefully carved. He noticed that they rested comfortably in his own hand. With a shock, he realised that they were weapons. Their double-knobbed ends corresponded perfectly to the holes and dents that Dart observed in other fossilised Australopithecus skulls. Two conclusions seemed inescapable: first, this proto-human ancestor was not simply a hunter he was also a killer of his own kind. Second, the wielding of bone weapons was not solely a destructive act rather, it had far-reaching consequences for human evolution. Freed from their role in locomotion, forelimbs became available for finer manipulations, which then drove the enlargement of the human brain. Picking up a weapon, Dart theorised, was the thing that triggered human advancement.

In Ardrey’s retelling, Dart’s hypothesis became even more dramatic. The ancient African savannah was home also to Australopithecus robustus, a vegetarian, unarmed cousin of Afrikaner – and his victim. In Ardrey’s account, the lithe and ruthless Afrikaner, brandishing bone weapons, had exterminated his competitor, an ancient conflict that Ardrey couldn’t resist comparing to the Biblical murder of Abel by his brother Cain. The weapon had propelled Afrikaner toward full humanity while robust slouched toward extinction. Human beings were, quite literally, Cain’s children.

Thanks to Ardrey’s embroidered telling, Dart’s theory inspired perhaps the most famous scene in cinematic history. In the opening sequence of 2001: Eine Odyssee im Weltraum (1968), the leader of a band of ape-men smashes the remains of his defeated antagonists with a crude weapon fashioned out of bone. The victors are carnivorous and armed the losers, gentle and defenceless. At the end of the sequence, the leader tosses his bone weapon into the air, where it is transformed into a spaceship gliding silently through darkness. Arthur C Clarke, the scriptwriter for Stanley Kubrick’s film, had read Ardrey’s book, and the scene echoed Dart’s claim: human ingenuity begins in violence.

Ardrey was disturbed by the image he had conjured. What could be more frightening than man the irascible ape, with a penchant for violence inherited from his ancestors in his heart and, in his hand, weapons much more powerful than antelope bones? What would prevent this evolved australopithecine from detonating an atomic bomb?

In Afrikanische Genesis, Ardrey turned to a different branch of science – ethology, the study of animal behaviour in the wild – for an answer. The Austrian ornithologist Konrad Lorenz developed the foundations of ethology by sharing his home with wild animals, mainly birds of many different species. By living with animals, Lorenz revealed some of the mysteries of animal instinct, including the phenomenon of imprinting, in which a baby bird follows the first parent-figure it sees after birth. In popular books in the 1950s, Lorenz enraptured war-weary audiences worldwide with tales of his life with jackdaws, geese and fish, presenting himself as a scientific King Solomon, the Biblical hero whose magic ring granted him the power to talk with the animals.

Through theories about human nature, readers made sense of race riots and assassinations, the Vietnam War and the threat of nuclear annihilation

By the 1960s, Lorenz had begun to notice a curious feature of the aggression that his animals directed at members of their own species. Unlike predator-prey relationships, these intraspecies encounters rarely ended in killing. Instead, the aggressor animals diverted their violent impulses into harmless or even productive channels. Two rival greylag ganders, spoiling for a fight, cackled and threatened each other, but never physically clashed. Their aggression thus discharged in these playacting rituals, each gander returned to his mate in triumph. Lorenz observed that not only was outright violence avoided, but the social bond between each gander and his own family was actually strengthened. Far from a drive purely toward destruction and death, aggression redirected against an outsider engendered the ties of affection and love among the in-group.

Lorenz’s ethology showed that aggression, when properly managed, had positive consequences. Ardrey realised that the answer to the problem of human aggression was not to try to eliminate it – an impossible task, since Dart had demonstrated that it was ingrained in our nature – but to acknowledge aggression as innate and ineradicable, and then channel it productively. In seinem Buch Über Aggression (1966), Lorenz made his own suggestions for possible outlets, including the space race.

It would be difficult to overstate the popularity in the 1960s and ’70s of Lorenz’s and Ardrey’s hypothesis about human nature. In the United States, their books became bestsellers. Through their theories about human nature, readers made sense of race riots and assassinations, the Vietnam War and the threat of nuclear annihilation. Their warning – that humans must accommodate their aggression instinct and re-channel it, before it was too late – was cited by US senators and cabinet secretaries. The message made such a lasting impact that even in the 1980s, UNESCO found it necessary to endorse an official statement that biology didn’t condemn humans to violence.

How did the killer-instinct idea achieve such cultural power? Because it came embedded in story. Like the greatest fictional works, Lorenz’s and Ardrey’s books drew on an ancient motif: that man’s fatal flaw was also his greatest strength, deprived of which he would cease to be human. Their deft use of character, plot and scene-setting, their invocation of myth, their summing up in a moral that readers could apply to themselves, drove the theories of Lorenz and Ardrey to conventional wisdom status.

The sciences on which they built their theories might have been superseded. But today’s sciences of human nature – sociobiology and evolutionary psychology – have adopted the claim for an evolved predisposition for aggression. The 1960s bestsellers ushered in a genre of popular science that still depends on speculative reconstructions of human prehistory. It also still draws comparisons between the behaviour and emotions of humans and animals. The grudging compliment we pay a powerful man – ‘he’s an alpha male’ – is one hint of the genre. But we ought to be careful about what we believe. Theories of human nature have important consequences – what we think we are shapes how we act. We believe in such theories not because they are true, but because we are persuaded that they are true. The history of the claim for a killer instinct in humans encourages us to think of the ways in which scientists argue and try to persuade. Storytelling, in this view, is a crucial element of both the science and its public presentation.


Do humans really have a killer instinct or is that just manly fancy?

is a lecturer on the history of science at Harvard University. She is the author of Constructing Scientific Psychology: Karl Lashley’s Mind-Brain Debates (1999) and Race, Racism, and Science: Social Impact and Interaction (2004), co-authored with John P Jackson, Jr.

Horrified by the atrocities of the 20th century, an array of scientists sought to explain why human beings turned to violence. The founder of psychoanalysis Sigmund Freud argued that ‘man is a wolf to man’, driven to hatred, destruction and death. The neuroscientist Paul MacLean maintained that humans’ violent tendencies could be traced to their primitive ‘reptilian brain’. The social psychologist Albert Bandura countered that aggression was not inborn but resulted from imitation and suggestion. Despite the controversy they provoked, such theories often attained the status of conventional wisdom.

What makes claims about human nature become truisms? How do they gain credibility? They might rely on experiments, case studies or observation, but evidence alone is never enough to persuade. Such theories – by virtue of the very fact that they seek to encompass the human – must always go beyond their evidence. They manage to persuade by appealing to common experience and explaining familiar events, by creating a shock of recognition in their audiences, a sudden realisation that ‘this must be true’. They employ characters and a narrative arc, and draw moral lessons. In short: they tell a good story.

In the 1960s, alongside prevailing psychological and neuroscientific theories of human aggression, a new claim appeared, that aggression was a human instinct. Relying on the sciences of evolution and animal behaviour, this ‘instinct theory’ held that human aggression was a legacy of our deep ancestral past and an inbuilt tendency shared with many other animal species. One important novelty of this theory was its assertion that human aggression was not wholly destructive, but had a positive, even constructive side. Its proponents were talented writers who readily adopted literary devices.

Robert Ardrey’s bestseller Afrikanische Genesis (1961) won a big American audience. A Hollywood scriptwriter turned science writer, Ardrey travelled to South Africa, then a hotspot for the excavation of prehistoric human remains. In Johannesburg, he met Raymond Dart, the discoverer of a 2 million-year-old fossilised skull, which Dart believed to be the most ancient human ancestor ever unearthed. Although this creature walked upright, its braincase was small and distinctly apelike, so Dart named it Australopithecus africanus, the southern ape from Africa.

Dart found that Australopithecus remains were typically surrounded by equally fossilised animal bones, especially the long heavy leg bones of antelopes evidently hunted for food. But these bones had been shaped and carefully carved. He noticed that they rested comfortably in his own hand. With a shock, he realised that they were weapons. Their double-knobbed ends corresponded perfectly to the holes and dents that Dart observed in other fossilised Australopithecus skulls. Two conclusions seemed inescapable: first, this proto-human ancestor was not simply a hunter he was also a killer of his own kind. Second, the wielding of bone weapons was not solely a destructive act rather, it had far-reaching consequences for human evolution. Freed from their role in locomotion, forelimbs became available for finer manipulations, which then drove the enlargement of the human brain. Picking up a weapon, Dart theorised, was the thing that triggered human advancement.

In Ardrey’s retelling, Dart’s hypothesis became even more dramatic. The ancient African savannah was home also to Australopithecus robustus, a vegetarian, unarmed cousin of Afrikaner – and his victim. In Ardrey’s account, the lithe and ruthless Afrikaner, brandishing bone weapons, had exterminated his competitor, an ancient conflict that Ardrey couldn’t resist comparing to the Biblical murder of Abel by his brother Cain. The weapon had propelled Afrikaner toward full humanity while robust slouched toward extinction. Human beings were, quite literally, Cain’s children.

Thanks to Ardrey’s embroidered telling, Dart’s theory inspired perhaps the most famous scene in cinematic history. In the opening sequence of 2001: Eine Odyssee im Weltraum (1968), the leader of a band of ape-men smashes the remains of his defeated antagonists with a crude weapon fashioned out of bone. The victors are carnivorous and armed the losers, gentle and defenceless. At the end of the sequence, the leader tosses his bone weapon into the air, where it is transformed into a spaceship gliding silently through darkness. Arthur C Clarke, the scriptwriter for Stanley Kubrick’s film, had read Ardrey’s book, and the scene echoed Dart’s claim: human ingenuity begins in violence.

Ardrey was disturbed by the image he had conjured. What could be more frightening than man the irascible ape, with a penchant for violence inherited from his ancestors in his heart and, in his hand, weapons much more powerful than antelope bones? What would prevent this evolved australopithecine from detonating an atomic bomb?

In Afrikanische Genesis, Ardrey turned to a different branch of science – ethology, the study of animal behaviour in the wild – for an answer. The Austrian ornithologist Konrad Lorenz developed the foundations of ethology by sharing his home with wild animals, mainly birds of many different species. By living with animals, Lorenz revealed some of the mysteries of animal instinct, including the phenomenon of imprinting, in which a baby bird follows the first parent-figure it sees after birth. In popular books in the 1950s, Lorenz enraptured war-weary audiences worldwide with tales of his life with jackdaws, geese and fish, presenting himself as a scientific King Solomon, the Biblical hero whose magic ring granted him the power to talk with the animals.

Through theories about human nature, readers made sense of race riots and assassinations, the Vietnam War and the threat of nuclear annihilation

By the 1960s, Lorenz had begun to notice a curious feature of the aggression that his animals directed at members of their own species. Unlike predator-prey relationships, these intraspecies encounters rarely ended in killing. Instead, the aggressor animals diverted their violent impulses into harmless or even productive channels. Two rival greylag ganders, spoiling for a fight, cackled and threatened each other, but never physically clashed. Their aggression thus discharged in these playacting rituals, each gander returned to his mate in triumph. Lorenz observed that not only was outright violence avoided, but the social bond between each gander and his own family was actually strengthened. Far from a drive purely toward destruction and death, aggression redirected against an outsider engendered the ties of affection and love among the in-group.

Lorenz’s ethology showed that aggression, when properly managed, had positive consequences. Ardrey realised that the answer to the problem of human aggression was not to try to eliminate it – an impossible task, since Dart had demonstrated that it was ingrained in our nature – but to acknowledge aggression as innate and ineradicable, and then channel it productively. In seinem Buch Über Aggression (1966), Lorenz made his own suggestions for possible outlets, including the space race.

It would be difficult to overstate the popularity in the 1960s and ’70s of Lorenz’s and Ardrey’s hypothesis about human nature. In the United States, their books became bestsellers. Through their theories about human nature, readers made sense of race riots and assassinations, the Vietnam War and the threat of nuclear annihilation. Their warning – that humans must accommodate their aggression instinct and re-channel it, before it was too late – was cited by US senators and cabinet secretaries. The message made such a lasting impact that even in the 1980s, UNESCO found it necessary to endorse an official statement that biology didn’t condemn humans to violence.

How did the killer-instinct idea achieve such cultural power? Because it came embedded in story. Like the greatest fictional works, Lorenz’s and Ardrey’s books drew on an ancient motif: that man’s fatal flaw was also his greatest strength, deprived of which he would cease to be human. Their deft use of character, plot and scene-setting, their invocation of myth, their summing up in a moral that readers could apply to themselves, drove the theories of Lorenz and Ardrey to conventional wisdom status.

The sciences on which they built their theories might have been superseded. But today’s sciences of human nature – sociobiology and evolutionary psychology – have adopted the claim for an evolved predisposition for aggression. The 1960s bestsellers ushered in a genre of popular science that still depends on speculative reconstructions of human prehistory. It also still draws comparisons between the behaviour and emotions of humans and animals. The grudging compliment we pay a powerful man – ‘he’s an alpha male’ – is one hint of the genre. But we ought to be careful about what we believe. Theories of human nature have important consequences – what we think we are shapes how we act. We believe in such theories not because they are true, but because we are persuaded that they are true. The history of the claim for a killer instinct in humans encourages us to think of the ways in which scientists argue and try to persuade. Storytelling, in this view, is a crucial element of both the science and its public presentation.


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