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Immunreaktion auf „neues“ Protein

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Ich habe in Bruce Alberts Molekularbiologie der Zelle gelesen:

Normale Mäuse können beispielsweise keine Immunantwort gegen eine ihrer eigenen Proteinkomponenten des Komplementsystems namens C5 ausführen. Mutanten Mäusen fehlt jedoch das für C5 kodierende Gen (sind aber ansonsten genetisch identisch mit den normalen Mäusen) können eine starke Immunantwort auf dieses Blutprotein ausüben, wenn sie damit immunisiert werden. Die natürliche immunologische Toleranz für ein bestimmtes Eigenmolekül besteht nur so lange, wie das Molekül im Körper vorhanden ist. Wird ein Eigenmolekül wie C5 entfernt, gewinnt ein Tier nach einigen Wochen oder Monaten die Fähigkeit, darauf zu reagieren. Somit ist das Immunsystem genetisch in der Lage, auf Eigenmoleküle zu reagieren, lernt aber, dies nicht zu tun.

Warum kommt es also nicht zu einer Immunreaktion, wenn Patienten, denen es fehlt, ein neues Protein verabreicht wird? Zum Beispiel, wenn Sie einem hämophilen Patienten einen Gerinnungsfaktor verabreichen.


Sie können tatsächlich Antikörper gegen den Gerinnungsfaktor produzieren (wie @Xylo darauf hinwies, produzieren viele Patienten den Gerinnungsfaktor, der ersetzt wird, nur in unzureichender Menge, was das Risiko einer Immunantwort stark senkt). Die Antikörper gegen den Gerinnungsfaktor werden Inhibitoren genannt. Weitere Informationen finden Sie hier.


Sie haben absolut Recht, dass es eine Immunreaktion gegen Proteine ​​gibt, die nicht natürlich im Körper vorhanden sind.

Hämophilie wird jedoch nicht durch einen vollständigen Proteinmangel verursacht. Dies ist auf den Funktionsverlust der Gerinnungsfaktoren aufgrund von Mutationen zurückzuführen. Die Proteine ​​sind noch vorhanden, aber sie haben nicht die Fähigkeit, ihre katalytische Funktion zu binden und/oder zu aktivieren. Es wird also keine Immunaktivität gegen exogene Gerinnungsfaktoren geben, die hämophilen Patienten verabreicht werden.


Dies ist ein Konzept des Immunsystems, das "Immuntoleranz" genannt wird. Grundsätzlich stellt es sicher, dass Sie keine Antikörper gegen sich selbst bilden können (was natürlich schlecht wäre). Neue Antikörper werden gegen den Körper „getestet“ und bei einer Autoreaktivität gehen die entsprechenden B-Zellen in Apoptose. Funktioniert dieser Selbstschutz nicht, führt dies zu Autoimmunerkrankungen wie SLE. Der Wikipedia-Artikel dazu ist für den Anfang ganz nett und enthält auch viele Hinweise zum Weiterlesen.



Bemerkungen:

  1. Garrison

    Es ist brillant

  2. Daimi

    Gut gemacht, die perfekte Antwort.

  3. Akinobei

    In der Tat und wie ich es früher nicht bemerkte



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