Im Detail

Faktoren, die die Enzymaktivität beeinflussen

Faktoren, die die Enzymaktivität beeinflussen


We are searching data for your request:

Forums and discussions:
Manuals and reference books:
Data from registers:
Wait the end of the search in all databases.
Upon completion, a link will appear to access the found materials.

Temperatur

Die Temperatur ist ein wichtiger Faktor für die Enzymaktivität. Innerhalb bestimmter Grenzen nimmt die Geschwindigkeit einer enzymatischen Reaktion mit zunehmender Temperatur zu. Ab einer bestimmten Temperatur nimmt die Reaktionsgeschwindigkeit jedoch stark ab.

Bei steigender Temperatur werden die Moleküle unruhiger und stoßen daher eher aneinander, um zu reagieren. Wenn jedoch eine bestimmte Temperatur überschritten wird, wird die Bewegung der Moleküle so intensiv, dass die Bindungen, die die räumliche Struktur des Enzyms stabilisieren, brechen und es denaturieren.

Für jeden Enzymtyp gibt es eine optimale Temperatur, bei der die Reaktionsgeschwindigkeit maximal ist, um so viele Molekülkollisionen wie möglich zu ermöglichen, ohne das Enzym zu denaturieren. Die meisten menschlichen Enzyme haben eine optimale Temperatur zwischen 35 und 40 ° C, dem normalen Temperaturbereich unseres Körpers. In heißen Quellen lebende Bakterien haben bereits Enzyme, deren optimale Temperatur bei etwa 70 ° C liegt.

Säuregrad (pH)

Ein weiterer Faktor, der die Form von Proteinen beeinflusst, ist der Säuregrad des Mediums, auch bekannt als pH (Wasserstoffpotential). Die pH-Skala reicht von 0 bis 14 und misst die relative Konzentration von Wasserstoffionen. (H+) in einem bestimmten Medium. Der Wert 7 hat ein neutrales Medium, weder sauer noch basisch. Werte nahe 0 sind am sauersten und Werte nahe 14 sind am basischsten (alkalisch).

Jedes Enzym hat einen optimal wirkenden pH-Wert, bei dem seine Aktivität maximal ist. Der optimale pH-Wert für die meisten Enzyme liegt zwischen 6 und 8, es gibt jedoch Ausnahmen. Pepsin, zum Beispiel ein Magenverdauungsenzym, wirkt effizient bei dem stark sauren pH-Wert unseres Magens (etwa 2), bei dem die meisten Enzyme denaturiert würden. Trypsin wiederum ist ein Verdauungsenzym, das in der alkalischen Umgebung des Darms wirkt und einen optimalen pH-Wert von etwa 8 aufweist.